Der Ort „Vranchenhof“ wird in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrichs III. für das Hochstift Eichstätt 1053 erstmals erwähnt. Eine Kirche dürfte zu dieser Zeit hier schon bestanden haben, denn 1375 bestätigt Bischof Burkhart von Augsburg eine von den Ortsbewohnern in die Kirche gestiftete Kaplanei. Damals gehörte Frankenhofen kirchlich zu Aufkirchen. 1558 erfolgte die Bildung einer eigenen Pfarrei, der aber erst 1808 mit der Errichtung eines Friedhofs in Frankenhofen die völlige Loslösung von Aufkirchen folgt.
Kleine Baugeschichte
11. Jh. Vermutlich erste Kirche
14. Jh. Bau der Kirche, von der heute noch die quadratischen Geschosse des Turmes vorhanden sind.
1702 Plünderung im Spanischen Erbfolgekrieg.
1802 Errichtung des achteckigen Turmoberschosses in verputztem Fachwerk. Veränderungen an den Fenstern und dem Portal des Langhauses.
1965 Verlängerung des Langhauses. Umsetzung der Orgel von der Chorempore auf die erweiterte Westempore. Abbruch der Westempore. Neuer Altar. Freilegung der gotischen Fresken im Chor.
2005 Außenrenovierung und Neugestaltung des Kirchenumgriffs.
Typische Chorturmkirche im höher gelegenen Teil des Dorfes. Den annähernd quadratischen Turmchor überspannt ein weit heruntergezogenes Kreuzrippengewölbe, dessen einfach gekehlten Rippen auf Spitzkonsolen enden. Die beiden Spitzbogenfenster an der Süd- und Ostseite sind ohne Maßwerk. Zur tonnengewölbten Sakristei an der Nordseite des Chores führt eine Rundbogentür.
Das flachgedeckte Langhaus fluchtet an der Südseite mit dem Turm. Zwei hohe Rundbogenfenster durchbrechen die Südwand, die übrigen Fenster sind stichbogig. Emporen mit gefelderten und z.T. mit Gemälden versehenen Brüstungen umziehen das Langhaus an der West- und Nordseite. Durch die Erweiterung nach Westen entstand unter dieser Empore eine kleine Vorhalle. Einziger Zugang an der Westseite.
Der gedrungene Turm hat zwei quadratische Geschosse aus dem 14. Jh. Und ein verputztes Fachwerkobergeschoß aus dem 18. Jh. Die Ecken der Ostseite sind durch kräftige Eckstrebepfeiler verstärkt. Der Dachstuhl des Zeltdaches ist eine bemerkenswerte Zimmermannsarbeit.